Echte Neuheiten

Produkte entsprechen Nachhaltigkeits-Prinzip

Das neue Moduldach Multi-Roof ermöglicht die Konstruktion von Dächern mit Spannweiten von 40 m unter Schnee und Windlasten. Zugbänder werden für das auf dem Modulgerüst Ringscaff basierende Dachsystem nicht benötigt.Foto: Scafom-rux

Hagen (ABZ). – "Nachhaltige Produktentwicklung" ist das Leitmotiv des technischen Entwicklungsprozesses bei Scafom-rux.Was heißt das? Definiert das Unternehmen eine Art grünen Fingerabdruck für Gerüste? Im deutschsprachigen Raum findet Google 12,5 Mio. Einträge zu diesem Begriff was auf vielfältige Interpretationsmöglichkeiten schließen lässt.Michael Nordmeier, Leitung Technik bei Scafom-rux: "Der Begriff umfasst aus meiner Sicht zahlreiche wichtige Aspekte für unserer Entwicklungs-Arbeit. Zwei möchte ich explizit herausstellen. Nachhaltigkeit beschreibt die Entwicklung von Produkteinheiten oder Systemen unter Berücksichtigung eines hohen Maßes an Standardkomponenten. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Anwender und z. B. Statiker mit Produkten von vornherein vertraut sind, sondern bietet dem Kunden die Möglichkeit nicht unwesentliche Materialmengen, die sich bereits im Materialpool des Unternehmens befinden, für neue Zwecke einzusetzen. Und das mit entsprechendem Mehrwert. Der zweite Aspekt ist die enge Begleitung von Entwicklungsprojekten durch Gerüstanwender."

Auf der bauma 2016 werden durch Scafom-rux in Halle A2, Stand 226, einige neue Produkte vorgestellt, die diesem Nachhaltigkeits-Prinzip entsprechen. Allen voran das neue Schwerlast-Moduldach Multi-Roof, eines der Messe-Highlights der Scafom-rux Gruppe. Außerdem erwarten den Besucher Updates für das Bekleidungssystem Scaffguard, Scaffplank, die neue Schwerlaststütze auf Ringscaff-Basis, neue Ringscaff-Eckausbildungen, Hängegerüst-Lösungen sowie eine neues Schwerlast-Modulsystem (RPS).

Durch den Einsatz des Moduldaches Multi-Roof lassen sich Dächer mit Spannweiten von 40 m – unter Schnee- und Windlasten – in beliebiger Länge realisieren. Ganze Häuserblocks können vor Witterungseinflüssen gesichert werden. Neu ist bei Scafom-rux der methodische Ansatz, wie diese Aufgabe gelöst wird. Die Unternehmensgruppe stellt auf der bauma 2016 das sog. Moduldach vor, das seinen Namen Multi-Roof sinnbildlich für die Vielzahl an Eigenschaften und Einsatzzwecken trägt. Zu einem nicht unerheblichen Anteil besteht Multi-Roof aus Komponenten des Modulgerüstes Ringscaff mit allen Kompatibilitäts-Möglichkeiten, die sich hieraus ergeben.

Diagonalen und Riegel entsprechen ebenso dem Standard-Programm, wie bereits im Bestand des Anwenders befindliche Kassettenelemente, wobei auch hier die Kompatibilität zu Elementen verschiedenster Anbieter berücksichtigt wurde. Sowohl metrische Dachkassetten als auch Kassetten im 07er-Maß sind verwendbar. Die selbstausrichtenden Eigenschaften eines Modulgerüstes gehen auf die Montage der Dachelemente über. Multi-Roof ist durch zusätzliche Kederschienen alternativ oder in Kombination mit Kederplanen einsetzbar. Eine wechselweise Montage von Kassetten-Elementen und Kederplanen ist bei Bedarf einfach realisierbar. Dächer von 40 m Spannweite und einem Binderabstand von 2,50 m können mit Multi-Roof ohne die obligatorischen Zugbänder konstruiert werden. Ein wichtiger Vorteil für Planer, die die Stützgerüste abhängig vom Objekt wesentlich niedriger konzipieren können als bei klassischen Dachlösungen.

Kern-Element des Dachsystems istder sog. symmetrische K-Träger. AlleAnschlüsse des Daches erfolgen über Ringscaff-Keilverbindungen. K-Träger werden über Anschlussplatten als Gurtverbinder mit jeweils vier Schrauben verbunden und ermöglichen die maximale Ausnutzung der Vorteile eines Modulsystems. Eine Schiefstellung oder Außermitte der verbundenen Elemente wird so unterbunden. Durch Trägerlängen von6 m, 3 m und 2 m ist jede Spannweite von Pult- und Satteldächern bis hin zum Maximalwert möglich. Besonderes Augenmerk verdienen die unterschiedlichen Möglichkeiten, die am Boden vormontierten Dach-Elemente auf das bestehende Gerüst aufzulagern.

Neben der klassischen Lösung, die Elemente mit Direktauflagern auf den Stielen des Stützgerüstes zu fixieren, was typischerweise extrem genaues Arbeiten erfordert, hat Scafom-rux eine systemunabhängige Auflagermöglichkeit durch den Einsatz spezieller HEB-Träger und Doppel-U-Auflager geschaffen. Die Kombination beider Elemente ermöglicht das Verschieben der Auflageposition in Längsrichtung des Stützgerüstes. Darüber hinaus kann bei beiden Auflagearten der Auflagerpunkt, je nach statischer Belastung der Gerüststiele, weiter nach innen oder außen verlagert werden. Zudem können Binderfelder durch den Einsatz temporärer Rollen-Apparate auf den Doppel-T-Trägern verschoben werden. Alle Binderfelder werden optional an derselben Position auf das Stützgerüst aufgesetzt und anschließend an die vorgesehene Position verschoben. Die Länge der Dachkonstruktion ist unabhängig von der Feldlänge des Stützgerüstes.

Der Einsatz der systemfreien Auflage-Lösung macht die Planung und Durchführung der Rüstung extrem flexibel. Schwierige Objektgegebenheiten führen zu keiner Beeinträchtigung der Dachmontage. Natürlich ist die Handhabung von Modulgerüst-kompatiblen Dach-Elementen ein wichtiger Vorteil für den Anwender. Dieser Vorteil ergibt sich darüber hinaus auch für Planer und hinsichtlich der statischen Beurteilung, da die Kraft- und Formschlüssigkeit eindeutig beurteilbar ist. Zudem ist durch flexible Steuerung der Auflage auf dem Stützgerüst die Kraftüberleitung auf Innen- bzw. Außenstiele steuerbar. Sicherheit steht immer an erster Stelle. Bei Multi-Roof sind Absturzsicherungen umlaufend zu montieren, PSAgA Anschlagpunkte obligatorisch. Montagegänge können leicht durch seitlich angebrachte Konsolen erstellt werden.

Bei der Scafom-rux Produktentwicklung ist die maximale Verwendbarkeit der Bauteile maßgeblich. K-Träger sind auch außerhalb von Multi-Roof-Verbänden echte Leistungsträger. Der Einsatz bei freitragenden Gerüstbrücken für Arbeits- und Stützgerüste, Überbrückungen, Fußgängerbrücken inkl. kindersicherer Geländer oder Materiallagerbrücken, wie sie z. B. bei der Überbauung von Kirchenschiffen verwendet werden, sind nur einige Möglichkeiten. Multi-Roof und das Kern-Element K-Träger sind herausragende Ergebnisse des Scafom-rux-Nachhaltigkeits-Prinzips.

Durch die neue Ringscaff-Schwerlaststütze wird die Ringscaff-Familie um ein schlagkräftiges Bauteil reicher – Nachhaltigkeit inklusive. Mit nur einem Extra-Bauteil, dem Ringscaff-Spindelfuß, lassen sich aus Standard-Ringscaff-Komponenten, -Ständern und -Riegeln, hoch belastbare Schwerlast-Stützen konstruieren. Der Fuß wird sowohl an der Basis als auch am gegenüberliegenden Ende der Stützen montiert und ist jeweils bis 0,625 m spindelbar. Gewohnte Handgriffe sorgen für eine schnelle Montage und Demontage unter Verwendung weniger Einzel-Komponenten. Durch die Modul-Anschlussteller der Spindelfüße sowie der eingesetzten Ringscaff-Ständer können mittels Riegel Stützen zu Einheiten von vier Stützen zusammengefasst werden. Der Wert der maximalen Lastaufnahme liegt bei einer 3 m-Stütze bei 270 kN und reduziert sich bei z. B. einer 11 m-Stütze auf 110 kN. Vielfältige Einsatzzwecke sind bei diesen Werten garantiert. Neben dem klassischen Einsatz als Stütze im Gerüstbau bspw. bei der Sanierung von Gebäuden, Brücken oder Industrieanlagen, kommt die neue Stütze vor allem bei Schalungsprojekten zum Einsatz. Auch für das Bauen im Bestand ist die neue Ringscaff-Stütze eine gute Lösung. Wesentlicher Vorteil der manuell transportierbaren Stützen ist die Verwendung an schwer erreichbaren Einsatzorten sowie die horizontale Einsatzmöglichkeit unter Beibehaltung ähnlich hoher Belastungswerte.

Der neue Ringscaff-Systemträger kombiniert die Eigenschaften eines tragkräftigen Systemträgers mit den Möglichkeiten eines Durchgangsrahmenbinders. Unter Zuhilfenahme weniger Zubehörteile, die für das Aufsetzen weiterer Gerüstelemente benötigt werden, können Modulgerüste mit Fassadengerüsten zweckmäßig und zudem wirtschaftlich sinnvoll kombiniert werden, und jedes Gerüstsystem kommt gemäß seiner individuellen Stärken und wirtschaftlichen Vorteile zum Einsatz.

Der Systemträger lässt sich zum einen zur sicheren Überbrückung in Kombination mit kompatiblen Gerüstsystemen anwenden (metrische Abmessungen oder 07er-Abmessung).

Zum anderen schafft er als Durchgangsrahmenbinder eine sichere Durchgangssituation für Passanten und ermöglicht zudem den variablen Aufbau verschiedenster Gerüstsysteme. Auf dem Obergurt des Systemträgers werden aufsetzbare Rohrstutzen montiert, die an jede beliebige Gerüstbreite angepasst werden können.

Darüber hinaus lässt sich die Position der Kupplungen optimal am einzurüstenden Objekt ausrichten. Entsprechend ist ein Aufbau beliebiger Modulgerüste ebenso möglich wie die Fortführung der Rüstung durch vorhandene Rahmengerüste. Die Gerüstposition ist von mittig bis seitenbündig frei wählbar.

Zusätzliche Sicherheit bei der Konstruktion eines Fußgängertunnels gewährleistet die kombinierte Montage von Belägen auf dem Ober- als auch auf dem Untergurt. Eine besondere Durchschlagsicherheit gegen herabfallende Gegenstände ist somit sichergestellt und erhöht damit den Schutz von Passanten, bspw. bei Abrissarbeiten. Der Einsatz von Modulgerüsten in Verbindung mit dem Systemträger bietet weitere wichtige Sicherheitsaspekte. So erfolgt die Lastüberleitung an vier Knotenpunkten zwischen Ständer und Träger. Dementsprechend ist jeder Vertikal-Ständer an zwei Punkten eingespannt, wodurch Stoßstellen bzw. Spiel zwischen den Bauteilen ausgeschlossen werden. Die Verbindung ist kraft- und formschlüssige. Alle eingesetzten Geländer liegen in der Ständerebene und minimieren so weiterhin die Verletzungs- bzw. Beschädigungsgefahr für Passanten.

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