Holp

Rotation am Baggerstielbeschleunigt Arbeitsabläufe

Dieser RotoTop-Typ ist für Baggerklassen bis 50 t ausgelegt und weist eine ultraflache Bauhöhe von nur 16,5 cm auf.Abb.: Holp

Murrhardt (ABZ). – In Zeiten engster Terminvorgaben, Fachkräftemangels, steigender Personal- und Lohnnebenkosten, muss ein jeder Unternehmer gegen "Zeitfresser" geeignete Maßnahmen ergreifen. Wo die Einsparpotenziale liegen, haben Arbeitsstudien aufgezeigt. Besonders bei Arbeiten mit dem Bagger bleibe demnach noch viel Zeit und Kapazität auf der Strecke. Auf der bauma – Freigelände Nord, Stand 1019/3 – will das schwäbische Unternehmen Holp GmbH aus Murrhardt unter Beweis stellen, welch erheblicher Zeitgewinn durch Rotation am Bagger mit zukunftsorientierten Anbaugeräten möglich ist.

Bereits vor 18 Jahren stellte sich das Unternehmen erstmals auf der bauma vor. Inzwischen hat das Unternehmen sein Portfolio erheblich ausgebaut und seine Produkte weiterentwickelt. Das Flaggschiff des Unternehmens ist der Rotator RotoTop. Ihn gibt es heute in sieben Standardgrößen für Bagger von 0,8 bis 35 t Dienstgewicht. Seine durchdachte Konstruktion im Baukastensystem ermöglicht Herstellerangaben zufolge eine individuelle Konfiguration. Das bringe für den Kunden enorme Vorteile. Der Bauunternehmer wähle die Drehdurchführungen und Features aus, die er für seine Gewerke benötigt. Ein Um- bzw. Nachrüsten oder Upgrade sei jederzeit möglich, auch z. B. mit einer Tilteinheit. Da der RotoTop ohne großen Umbau des Baggers sowie ohne weiteres Zubehör wie Joysticks auskommt, lohne sich auch eine Aufrüstung für Bagger älteren Semesters. Durch die ultraflache Bauweise und das geringe Eigengewicht werde die Losbrechkraft des Baggers kaum geschmälert, gleichzeitig arbeite der Baggerfahrer mit dem vollgekapselten Gehäuse sicher und entspannt.

Für Baufirmen, für die Hub-, Reißkraft, Gewicht und Aufbauhöhe nicht im Fokus stehen und schwerpunktmäßig nur spezielle Arbeiten ausführen oder einfach einen Tiltrotator haben wollen, bietet Holp den RotoX. Ihn gibt es in neun Standardgrößen für Bagger von 3 bis 37 t Dienstgewicht. Weitere leistungsstarke Effizienzverbesserer aus dem Hause Holp seien der VarioLöffel, MultiGrip und ProfilLöffel. In Systemkombination mit dem Drehantrieb RotoTop (360° endlos) könne der "Zeit-Spar-Faktor" mit diesen Geräten nochmals erheblich gesteigert werden. Die Holp Kupplungszange QuickOn sei ein einzigartiges Werkzeug, das viel Zeit, Kosten und Ärger spare, so der Hersteller. Die mechanische Zange ermögliche ohne Kraftanstrengung das zügi-ge und problemlose Öffnen und Zusammenschließen von Hydraulik-Kupplungen aller Größen und Fabrikate – auch bei 100 bar Staudruck. Die QuickOn sei in Werkzeugboxen vieler Arbeitsmaschinen nicht mehr weg zu denken. Auch in Servicewerkstätten und Servicefahrzeugen gehöre die Zange zur "Erste-Hilfe-Ausrüstung", so Holp.

Kundennähe und kompetente Beratung werden laut eigenen Angaben bei Holp groß geschrieben. Deshalb baut der Nischenspezialist sein Händlernetz im In- und Ausland ständig weiter aus. Seit neuestem ist der Premiumhersteller auch im Coreum in Stockstadt (Nähe Frankfurt) präsent. Hier können die Holp-Geräte ausgiebig mit verschiedenen Anbaugeräten getestet und Informationen eingeholt werden. Ebenso vertreten sind sie auf der 7000 m² Holp Test-Arena im baden-württembergischen Murrhardt-Fornsbach, wo mehrmals im Jahr auch Baggerfahrer- sowie Händler-Schulungen, Workshops und Informationsveranstaltungen stattfinden. "Wir haben im vergangenen Jahr wieder ein Plus von 25 % gehabt und gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren in dem Tempo weiter zulegen werden", sagt Günter Holp.

Auf dem 360 m² großen Gemeinschaftsstand der Holp GmbH werde es im "Teamwork" mit den Anbaugeräteherstellern UAM (Verdichterlöffel/Anbauverdichter) und Kronenberger (Schaufelseparatoren) viel Interessantes, Neues und Bewährtes zu sehen geben. Selbstverständlich können die Bagger-Anbaugeräte auch live vor Ort im Einsatz erlebt werden.

Holp hat eine lang gereifte Idee gemeinsam mit der Technischen Hochschule Köln zum Laufen gebracht. Seine Erfahrung aus dem Erdbau ist, dass Graben und Sieben in einem Arbeitsgang, besonders im GaLaBau nicht möglich ist, da gängige Siebschaufeln zu schwer für Mobilbagger von 3 bis 6 t sind. Um im GaLaBau Erdreich zu sieben würden in der Regel Bagger, Lader und eine Siebanlage benötigt, was zeit- und kostenintensiv ist.

Die Montage der Siebeinrichtung an die Greiffinger des MultiGrip-Löffels gehe unkompliziert und schnell vonstatten. Das Erdreich wird mit dem Baggerlöffel aufgenommen. Danach wird der Löffel mit der Siebeinrichtung verschlossen und auf Siebposition gebracht. Das Siebgut liegt dann auf einem umlaufenden Förderband in der Siebeinrichtung. Der Clou an der Technik ist, dass das Band das Material in zwei Richtungen fördern kann. Durch die am Ende angebrachten unterschiedlichen Siebrechen könne das Material durch einfaches Umschalten der Laufrichtung bequem in zweierlei Korngrößen abgesiebt werden. Dieses einzigartige Prinzip hat der Hersteller zum Patent angemeldet. Die gesiebte Erde fällt aus dem Löffel während das ausgesiebte Material im Löffel verbleibt. Alle vorkommenden Bodenarten, auch bindige Böden, können laut Unternehmen bearbeitet werden und das bei fast jeder Witterung. Da im GaLaBau nicht auf jeder Baustelle ein Bagger vorhanden ist, hat Holp diese Siebeinrichtung auch als Standgerät, elektrisch betrieben 220 V im Programm – es ist auf der bauma auch live im Einsatz zu erleben.

Je nach Arbeitsschwerpunkt und Anforderungsprofil kann unter zehn verschiedenen Drehdurchführungen gewählt werden. Für Bagger von 6 bis 12 t Dienstgewicht, ermögliche die sechsfach Drehdurchführung 250 l Durchfluss. Ab 13 t seien 350 l Durchfluss mit "echten" 1"-Leitungen ermöglich.

Bei allen Drehdurchführungen kann immer wahlweise ein Kanal 3/8" für zwölf Adern Strom belegt bzw. für andere Medien genutzt werden. Aufgrund der großen Ölmengen, die durch die Drehdurchführung geleitet werden, kann ab dem RotoTop ab Typ 091 aufwärts jedes einzelne Anbaugerät wie MultiGrip, Vario-, Schwenk-, Reiß-, Verdichter- oder Tieflöffel, Universalgreifer, Rüttelplatte, Schaufelseparator, Reißzahn, Fräse, Hydraulikbagger, Mulcher etc. problemlos aufgenommen werden und in jede Arbeitsposition gebracht werden. Zudem wird mit dem Tieflöffel wesentlich flexibler gearbeitet. Starre Anbaugeräte können ohne Rotator angeschafft werden, somit wird doppelt gespart.

Holp-Drehdurchführungen verfügen über eine eigene Lagerung. Was bei Einsätzen mit dem Hydraulikhammer, der Felsfräse und mit Anbauverdichtern eine lange Lebensdauer garantiert und zudem Wartungskosten spart. Holp ist vertreten auf der bauma am Stand FN.1019/3.

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