Kiessand

In zwei Monaten 50 000 Tonnen produziert

Zur Produktion setzt Steding auf den TWS AggreSand 165 von Christophel.Foto: Christophel

Ahrbergen (ABZ). – Erste Erfahrungen mit der Aufbereitung von Kiessand sammelte Steding bereits 1996 im Werk Coppenbrügge. Aus dem 1969 gegründeten Unternehmen Steding Baustoffhandel, Kies & Mörtel spaltete sich 2002 die SAS Steding ab. 2011 erfolgte der Schulterschluss mit Christophel/Lübeck. Seit dieser Zeit werden mobile Chieftain- und Warrior-Anlagen von Powerscreen betrieben.

"Systematisch erfolgt heute die Wertschöpfung in den vier firmeneigenen Rohstofflagerstätten", erläutert Dirk Steding, geschäftsführender Gesellschafter der SAS. Aufträge akquiriert Steding im Großraum Hildesheim-Hannover offenbar sehr erfolgreich. 50 eigene Lkw koordiniert er zwischenzeitlich mit einem Disponenten. Im Leinegebiet herrscht latente Rohstoff Knappheit, weiß Steding und freut sich über die gute Rohstofflagerstätte in Ahrbergen. Getrübt wird die Freude leider über die 50–90 % gestiegenen m²-Preise beim Lagerstättenankauf.

80 ha genehmigte Flächen und 30 ha Eigenland besitzt Steding in Ahrbergen. Für diese hohe Investitionssumme war eine gesteigerte Wertschöpfung unerlässlich. Gewaschene Körnungen bedeuten höhere Verlaufs- und Ertragspotentiale. Der Kauf der ersten Nassaufbereitung in der Unternehmensgeschichte war beschlossen.

Warum hatte sich Dirk Steding für eine modulare Kieswaschanlage von TWS entschieden? Die vier Betonzuschlagsfraktionen sollten mit einer kompakten, dem Ablauffortschritt entsprechenden höheren Flächenverzehr, leicht umsetzbaren Kieswäsche produziert werden.

"Nach der Maschinenbesichtigung waren wir vom Produkt sofort überzeugt", bestätigte Roberto Vahldiek, Betriebsleiter bei Steding, auf Nachfrage. Ca. 50000t wurden in den ersten beiden Monaten nach der Inbetriebnahme produziert. Zu sehen sind davon nur noch wenige Tonnen Sand. Alle anderen Fraktionen werden unter dem Band sofort ab verkauft. Neben der Betonindustrie und der Estrichindustrie benötigt Steding einen großen Anteil der hochwertigen Zuschläge für eigene Baumaßnahmen.

Zur Produktion setzt Steding auf den TWS AggreSand 165 von Christophel. Über dem 9 m³ großen Aufgabetrichter befindet sich eine Doppeldecker-Grobstücksiebmaschine. Das Unterdeck ist mit einer 35 mm Quadratmasche bespannt. Somit gelangen ca. 160 t/h Kiessandgemisch 0–32 mm über das 1000mm breite Steigband zum Waschkasten. Hier wird das Aufgabematerial voreingeweicht und auf das Waschsieb übergeben. Das 1500 x 4800 mm große Dreideckerwaschsieb trennt in die Betonfraktionen 0–2 mm, 2–8 mm und 16–32mm. Die Sandentwässerung 0–2 mm erfolgt über einen Hydraulikzyklon mit Entwässerungssieb und schwenkbarem Haldenband.

Es ist an alles gedacht. Der Frischwasserfilter sichert die verstopfungsfreie Funktion der Bebrausungsdüsen. Die Human-Interface-Steuerung visualisiert die Betriebszustände der Einzelaggregate. Mittels Durchflussmesser sieht Roberto Vahldiek sofort am Display, ob die Wasserzuführung steht. Ein möglicher Maschinenausfall wird Steding, Vahldieck und der Werkstatt sofort per SMS mitgeteilt. So ist Steding bestens über die Produktion informiert und kann sich voll und ganz auf den Verkauf seiner Zuschlagsstoffe und die Lkw-Disposition konzentrieren. "Für uns und für Christophel war dies die TWS-Feuertaufe. Durch die Bewältigung der einhergehenden Aufgaben sind unsere Häuser noch weiter zusammengerückt. Wir sind zufrieden", schließt Dirk Steding.

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