Alles aus einer Hand

Lösungspakete für den Infrastrukturbau

Mehr als 100 Brückenpfeiler in Sichtbetonqualität benötigte der Neubau der 1,3 km langen und 16 m hohen Neckartalbrücke bei Heilbronn. Hünnebeck lieferte einsatzfertige Sonderschalungen für die geometrisch komplexen Pfeilerschäfte und -köpfe. Foto: Hünnebeck

"Der Bedarf an neuer Infrastruktur beziehungsweise an der Grundsanierung vorhandener Bauwerke ist in vielen Märkten hoch und wird es mittelfristig auch bleiben. Hier liegen große Wachstumspotenziale, auf die wir uns konsequent eingestellt haben. Gerade in den letzten Jahren haben wir international viele Großprojekte zusammen mit unseren Kunden realisiert", erklärt Brian Keating, Leiter der Business Unit Infrastrukturbau Europa und Lateinamerika.

Speziell für den Neubau wie auch für die Sanierung von Infrastrukturbauwerken hat Hünnebeck das Baukastensystem Infra-Kit nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Das Grundprinzip: Aus wenigen lastoptimierten Systemteilen wie Trägern, Lastrahmen, Gurten und Spindeln entstehen maßgeschneiderte Schalungs- und Unterstützungslösungen für den Brücken-, Tunnel- und Ingenieurbau. Die Vorteile des Baukastenprinzips liegen demzufolge in geringerem Planungsaufwand, einfacher Montage und überschaubarer Logistik.

Um alle Anforderungen des Infrastrukturbaus und des Brückenbaus abzudecken, ist das Infra-Kit System mittlerweile in drei Ausführungen erhältlich: Infra-Kit L (Light) und M (Medium) eignen sich Hünnebeck zufolge ideal für leichte und mittelschwere Anwendungen, Infra-Kit H wird bei der Abtragung schwerster Lasten eingesetzt. Alle drei Lastklassen verfügen über Träger in unterschiedlichen Längen und lassen sich untereinander kombinieren. Zahlreiche Anschlüsse für Adapter und Ausgleichsverbinder ermöglichen je nach Bedarf gelenkige oder biegesteife Verbindungen.

Jeder Infra-Kit-Einsatz wird vom europaweit agierenden Kompetenzcenter Infrastruktur technisch und logistisch geplant. "Hier haben wir unser langjähriges Know-how gebündelt und unterstützen unsere Kunden bereits ab der Ausschreibungsphase mit maßgeschneiderten Best-Practice-Lösungen. Unsere erfahrenen Spezialisten bedienen selbst komplexe Anforderungen schnell und umfassend. Ergänzend können wir über Schwestergesellschaften aus dem BrandSafway-Verbund auch Vormontage-Leistungen anbieten", erläutert Keating.

Eine neue Anwendung auf Grundlage des Infra-Kit-Baukastens ist ein Gesimskappen-Schalwagen, den Hünnebeck für das häufig nachgefragte Schalen oder Sanieren von Brückenrändern entwickelt hat. Das variabel nutzbare Gerät kommt ohne Verankerung am Bauwerk aus und eignet sich durch den modularen Aufbau nicht nur für jede Brückenlänge und jeden Radius sondern auch für Brücken mit starken Längs- und Querneigungen erläutert der Hersteller. Der modulare Aufbau des Systems erleichtere zudem die technische Planung und Verfügbarkeit – auch für technisch anspruchsvolle Aufgabenstellungen. Ergänzt wird das Schalwagen-Grundgerüst durch Schwerlastrollen zum zügigen Verfahren, eine bedarfsgerechte Schalung und einen Seitenschutz – je nach Einsatz – aus den Systemen Protecto oder Modex.

Die strategische Partnerschaft mit dem norwegischen Brückenbau-Spezialisten Strukturas stärkt das Profil von Hünnebeck im Infrastrukturbereich nochmals. Ziel dieser Partnerschaft sei es, Kunden ein umfassendes Portfolio für komplexe Brückenbauprojekte aus einer Hand anzubieten. Dabei bringt Strukturas seine Expertise bei Vorschubrüstungen sowie für die Planung, Lieferung und Montage von Freivorbaugeräten in die Partnerschaft ein. Hünnebeck plant und liefert Schalungssysteme für Pfeiler, Widerlager, Trogbauwerke und Gesimskappen, Unterstützungssysteme für schwere Lastableitungen sowie Sicherheits- und Höhenzugangstechnik.

"Für den Kunden bietet die Kooperation von Hünnebeck und Strukturas enorme Vorteile", ist Keating überzeugt. Alle Anfragen wickelt Hünnebeck als Ansprechpartner ab. "Gerade bei großen Infrastrukturprojekten verbessern weniger Schnittstellen die Effizienz in der Projektabwicklung, was letztlich zu schnelleren Bauzeiten und zu geringeren Gesamtkosten führt." Erst kürzlich wurde die erfolgreiche Partnerschaft auf weitere Länder ausgedehnt und umfasst nun neben Deutschland, Polen und Rumänien auch Bosnien-Herzegowina, Italien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Österreich, die Schweiz und Serbien.

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