Innovative Stahlbaukonzepte auf der bauma

Neue Spundwand-Lösungen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert

Die innovativen Spundwand-Lösungskonzepte von ArcelorMittal wurden in München zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.Fotos: ArcelorMittal

Köln (ABZ). – ArcelorMittal hat auf der bauma 2016 ein paar seiner neuesten Innovationen vorgestellt – Spundwände, Stahldraht und ultrahochfeste und verschleißfeste Stähle.

Die innovativen Spundwand-Lösungskonzepte von ArcelorMittal wurden in München zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Um die Vorteile von Stahlspundwand-Lösungskonzepten gegenüber anderen Alternativen, wie bspw. Beton, deutlich zu machen, war auch der Bereich ArcelorMittal Sheet Piling, auf der bauma präsent. Insbesondere kündigte das Unternehmen seine neuen AS500 x 13.0 Flachspundwände an. Flachspundwände werden dazu eingesetzt, zylinderförmige Strukturen in großformatigen Bauprojekten zu bilden, die im Allgemeinen geschlossen und mit Erde gefüllt werden. Das Gewicht dieser internen Bodenmasse garantiert die Stabilität der Konstruktion. Das AS500 x 13.0 von ArcelorMittal ist, standardmäßig mit einer einzigartigen verzahnten Stärke von 6000 kN/m und dank seiner auf die erhöhte Dicke zurückzuführenden Korrosionsbeständigkeit, das derzeit schwerste Flachprofil auf dem Markt. Der Konzern stellte ebenfalls sein neues AZ – XL-Sortiment vor – eine breitere, leichtere Generation Spundwände, die 2015 als Reaktion auf eine stetige Nachfragesteigerung nach größeren Spundwandbreiten seine Markteinführung erlebte. Das AZ-Sortiment ist in Breiten von bis zu 800 mm erhältlich, wodurch der Installationsprozess vereinfacht und beschleunigt wird. Die Spundwände können mit den standardmäßigen Ramm-Maschinen installiert werden, was zu einer höheren Kosteneffizienz führt.

Die Spundwände von ArcelorMittal werden weltweit für den Bau von Kaimauern und Häfen, Schleusen und Wellenbrechern sowie zur Uferverstärkung bei Flüssen und Kanälen, Brückenpfeilern, unterirdischen Parkhäusern und anderen Fundamentstrukturen eingesetzt. "Unsere Kunden müssen, so schnell und so kostengünstig wie möglich zuverlässige Bauten errichten. Die Spundwände von ArcelorMittal kennzeichnen sich durch hervorragende Widerstandsmomente im Verhältnis zum Gewicht sowie durch hohe Trägheitsmomente aus. Dies bedeutet, dass sie jede einzelne dieser Anforderungen erfüllen", erklärt Amit Sengupta, Chief Marketing Officer ArcelorMittal Europe – Long Products.

ArcelorMittal kündigte ebenfalls Amstrong Ultra und Relia an, ein umfangreiches Sortiment ultrahochfester und verschleißfester Stähle, die zur Optimierung des Gewichts sowie zur Senkung der Betriebskosten bei mechanischen Geräten konzipiert wurden. Amstrong Ultra ist ein neues Sortiment hochfester, in Breiten von bis zu 3800 mm gefertigter Stähle, die eine Mindestzugfestigkeit von 650 bis 1100 MpA aufweisen und eine hervorragende Verformbarkeit mit einer Belastbarkeit bei niedrigen Temperaturen und einer Ermüdungsbeständigkeit kombinieren. Für den Einsatz bei tragenden Teilen im Transportbereich, in Landmaschinen und vielen anderen Industriesektoren ermöglichen Amstrong Ultra-Sorten den Herstellern die Senkung der Stahldicke und des Gewichts, wodurch die Nutzlast erhöht wird und der Kraftstoffverbrauch bei Mobilgeräten gesenkt wird. "Amstrong Ultra, das aus Coils hergestellt wird, hat als Blech die in diesem Segment breiteste Größenpalette aufzuweisen", sagt Sandeep Arora, General Manager ArcelorMittal Europe – Flat Products.

Relia ist das neue Sortiment sehr harter, niedriglegierter, martensitischer Stähle von ArcelorMittal, die eine hervorragende Verschleiß- und Abriebfestigkeit bieten. Relia-Sorten gibt es in drei Nennhärtebereichen: 400, 450 und 500 HBW, die mittels intensiven Abschreckens während der Herstellung erzielt werden. Hauptanwendungsbereiche beinhalten Bau und Erdbewegung, Bergbau und Mineralverarbeitung, Abriss, Abfall und Recycling, wo Geräte erforderlich sind, die harschen Umgebungsbedingungen zuverlässig, langlebig und effizient trotzen.

Relia ist das neue Sortiment sehr harter, niedriglegierter, martensitischer Stähle von ArcelorMittal, die eine hervorragende Verschleiß- und Abriebfestigkeit bieten.

"Gewichtseinsparungen und langlebigere Komponenten sind, zwecks der Verbesserung der Leistung und der Senkung der Betriebskosten für die moderne Maschinenbau-Industrie entscheidend. Amstrong Ultra und Relia bieten ein Komplettlösungspaket, das unsere Kunden erwarten", sagt Yves Boudart, Verkaufsdirektor bei Industeel – dem Spezialhersteller von warmgewalzten Coils und Stahlplatten bei ArcelorMittal. Auch im Bereich Drahtseile gab es Neuigkeiten: Notor HP und Klondike. Diese zwei bei ArcelorMittal WireSolutions, der europäischen Drahtzieherei-Sparte des Konzerns, hergestellten Produkte sind das Ergebnis von mehr als 100 Jahren Expertise, starker Teamarbeit und Feedback von Kundenseite. Sie bieten vielfältige Vorteile für die Bergbau- und Bauindustrie, so der Hersteller.

Durch seine sehr lange Lebensdauer stellt Notor HP eine Lösung mit hoher Wertschöpfung dar – laut Hersteller die perfekte Antwort auf extreme Hebebedingungen, da dieses Seil, dank seines drehungsfreien Konzepts, ein extrem stabiles Heben ermöglicht. Dies bedeutet, dass keine Drehungsbelastungen an die Anlage weitergegeben werden, was wiederum die Wartungskosten senkt.

Das für Bergbau-Anwendungen entwickelte Drahtseil Klondike, das im September 2015 seine Markteinführung erlebte, wird bereits in zwei Minen in Polen und China eingesetzt. Das aus mehr als 300 gezogenen Stahldrähten bestehende Seil kann Erz von den Untertageminen, aus mehr als 1000 m unter der Erde liegenden Schächten, in einem hohen Tempo (16 m/s) transportieren. Das Seil ist in der Lage, eine 20 % höhere Belastung auszuhalten – ein aus vier Klondike-Seilen bestehendes Set kann eine Ladung von mehr als 100 t tragen – und hat eine 40 % längere Lebensdauer als alle anderen Seile mit demselben Durchmesser. Ebenso wie Notor HP ist Klondike drehfrei, was bedeutet, dass es bei Belastung sehr stabil ist.

Beide Produkte werden am ArcelorMittal-Standort Bourg-en-Bresse, Frankreich, hergestellt – dem weltweiten führenden Hersteller von hochtechnologischen Stahldrahtseilen. Darüberhinaus hat WireSolutions das Produkt Whisper für Seilbahnen entwickelt. Whisper macht es möglich, Seilbahnen in Skigebieten oder Städten lautlos zu betreiben.

"Wir sind stets bestrebt, neue innovative Lösungskonzepte zu entwickeln und diese drei Stahldrahtseile sind die perfekte Antwort auf die schwierigen Bedingungen, denen sich unsere Kunden in der Bergbau- und Bauindustrie gegenübersehen", kommentiert Patrick Laudamy, CEO ArcelorMittal Wire Solutions. 

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