Liebherr

Sechs Unplugged-Modelle sind mit dabei

Bei dem Modell LRH 200 unplugged handelt es sich um ein neues Rammgerät von Liebherr. Foto: Liebherr

Pünktlich zur bauma präsentiert der Hersteller nun sechs Neuheiten der Unplugged-Serie in den Bereichen Rammen, Bohren und Heben.

Da sich der alternative Antrieb des LB 16 unplugged im Markt schnell als Gamechanger etabliert habe, wurde das Konzept auf weitere Produktbereiche übertragen. Heute bilden Raupenkrane, Ramm- und Bohrgeräte die elektrifizierte Unplugged-Serie. Ein wichtiges Merkmal der batteriebetriebenen Unplugged-Geräte ist Zero Emission, erläutert das Unternehmen. Diese Null-Emissionen-Geräte verursachen keine Abgase und sind sehr leise.

Baustellenstrom zum Laden nutzen

Das Laden der Batterien erfolgt über herkömmlichen Baustellenstrom. Während des Ladevorgangs kann der Betrieb fortgesetzt werden. Um in den Akkubetrieb zu gelangen, muss nur der Stecker gezogen werden. Ob ein- oder ausgesteckt, die Leistung und das Anwendungsspektrum bleiben unverändert. Die sechs neuen Modelle sind sowohl als konventionelle als auch batteriebetriebene Version erhältlich und haben identische Leistungsdaten.

Das Modell LRH 200 wurde komplett neu entwickelt und schließt die Lücke zwischen den Varianten LRH 100 und LRH 600 in der Rammgeräte-Serie. Ein Batteriepaket mit 200 kWh sorgt dafür, dass die Unplugged-Modelle im durchschnittlichen Rammeinsatz vier bis fünf Stunden im Batteriemodus betrieben werden können. Optional kann auf 400 kWh für acht bis zehn Stunden Betrieb aufgerüstet werden.

Vielseitig im Einsatz

Das neue Konzept des LRH 200 erweitert das Anwendungsspektrum und macht es noch vielseitiger im Einsatz beteuert Liebherr. Neben dem Rammen kann das Gerät für Bohrarbeiten mit Endlosschnecke, Vollverdrängerausrüstung oder Imlochhammer sowie zum Nassmischen eingesetzt werden. Ein Drehmoment von 250 kNm sorgt für die nötige Kraft.

Ausgerüstet mit dem hydraulischen Hammer H 6 von Liebherr kann das Modell LRH 200 beziehungsweise LRH 200 unplugged Pfähle bis zu einer Länge von 24,5 m und einem Gewicht von 16 t aufziehen. Das Gerät zeichne sich besonders durch einen großen Arbeitsbereich aus. Eine Ausladung bis zu 8,7 m bietet den Vorteil, dass die Maschine beim Arbeiten nicht ständig umgesetzt werden muss. Das Design des Mäklers erlaubt Neigungen bis zu 18 ° in alle Richtungen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Mäkler 6,5 m anzuheben oder abzusenken (beispielsweise in eine Baugrube), was das Gerät noch flexibler macht. Die Bodendruckanzeige der neuen LRH-Modelle berechnet den aktuellen Bodendruck in Echtzeit und vergleicht diesen mit vorgegebenen Sicherheitsgrenzwerten der jeweiligen Baustelle. Der Bodendruck wird in der Fahrerkabine angezeigt. So weiß der Geräteführer zu jeder Zeit, ob er sich in einem kritischen Bereich befindet oder sich einem solchen annähert.

Bedienerfreundliches Konzept umgesetzt

Die Steuerung des neuen Rammgerätes vom Typ LRH 200 basiert auf dem Konzept des LRH 100 und ist laut Hersteller sehr bedienerfreundlich. Die integrierte Datenaufzeichnung erleichtert die Auswertung der Pfahldaten sorgt für Zeitersparnis.

Die Bohrgeräte LB 25 und LB 30 haben sich Liebherr zufolge als konventionelle Version bereits über Jahre bewährt. Die neuen batteriebetriebenen Unplugged-Versionen sind in Bezug auf Einsatzmöglichkeiten, Gewicht oder Transport identisch, haben jedoch den zusätzlichen Vorteil, dass sie ohne Emissionen arbeiten. Die Bohrgeräte können für alle gängigen Anwendungen im Bereich Spezialtiefbau eingesetzt werden.

Durch die optionale Verlängerung der Bohrachse können die Maschinen für Bohrdurchmesser bis zu 3,4 m eingesetzt werden. Die optionale Heckabstützung und das neue Design des modularen Heckballastes sorgen für mehr Stabilität und eine längere Lebensdauer. Beide Geräte sind neben der Standardkonfiguration mit einer Gesamthöhe von 14,1 m als Low Head oder 7,7 m als Ultra Low Head erhältlich.

Vier Stunden im Kelly-Einsatz

Für den Batteriebetrieb muss das Ladekabel nur ausgesteckt und für einen unbegrenzten Einsatz wieder an die Stromversorgung angeschlossen werden. Im Kelly-Einsatz ist der Akku für eine Arbeitsdauer von vier Stunden ausgelegt. Ob im Batterie- oder Kabelbetrieb, die Leistung im Bohreinsatz bleibt unverändert.

Der elektrohydraulische Antrieb der neuen Krane hat dieselben Leistungsdaten wie die konventionelle Version. Beide werden in gleicher Weise bedient. Die Kapazität der Batterie ist für einen durchschnittlichen Hebebetrieb von acht Stunden ausgelegt. Alternativ lässt sich damit der Hauptausleger mit Nadelausleger vollständig aufrichten. Die Batterie kann in 2,5 bis 4,5 Stunden aufgeladen werden. Optional kann der Anwender mittels zusätzlicher Batterien die Leistung um 20 bis 60 % steigern.

Leise bei der Arbeit

Im Leerlauf entspricht der Schalldruckpegel von drei Unplugged-Raupenkranen einer normalen Unterhaltung auf der Baustelle. Das entspricht einem Wert von 60 dB(A). Wenn berücksichtigt wird, dass ein Raupenkran 60 % der Zeit auf der Baustelle im Leerlauf ist, so sei dieser geringe Geräuschpegel ein Vorteil mit großer Stimmkraft. Wie alle Raupenkrane der Liebherr-Werk Nenzing GmbH sind auch die neuen batteriebetriebenen Modelle mit allen Liebherr-Assistenzsystemen erhältlich.

Das neueste System ist die "Gradient Travel Aid" für sicheres Befahren von Rampen. Das Steuerungssystem des Krans berechnet automatisch den Schwerpunkt und warnt den Fahrer, bevor er den sicheren Bereich verlässt. Der Bediener erhält während der Fahrt jederzeit Informationen über die zulässige und tatsächliche Steigung und über den Gesamtschwerpunkt des Krans.

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