Flexible Basis für künftige Baumaschinen

Systeme für Off-Highway-Maschinen

Bosch Rexroth ermöglicht Herstellern von Off-Highway-Fahrzeugen eigenen Angaben zufolge den schrittweisen Ausbau von Assistenzfunktionen bis hin zur Autonomie. abb.: Bosch Rexroth

Hersteller unterschiedlicher Größe und Entwicklungsstadien finden so rasch die passende Lösung für einen schnellen und kosteneffizienten Markterfolg mit Fahr- und Arbeitsfunktionen sowie digitalen Geschäftsmodellen, betont das Unternehmen im Anschluss an seine Teilnahme an der bauma 2022.

Unter dem Namen eLION präsentiert das Unternehmen in München unter anderem sein skalierbares Portfolio an Hochvolt-Komponenten zur Elektrifizierung von Fahr- und Arbeitsfunktionen. Die laut Hersteller speziell für den Off-Highway-Bereich entwickelte modulare Plattform umfasst demnach neben Elektromotoren und Invertern auch Getriebe, Software und Zubehör sowie abgestimmte Hydraulik.

Weitere Schlüsselkomponenten wie DC/DC-Wandler und Onboard-Ladegeräte ergänzen das eLION Portfolio und sollen zukünftig im Rahmen einer Kooperation mit der BRUSA HyPower AG ganzheitliche Lösungen aus einer Hand ermöglichen, teilt das Unternehmen mit. Der Nennleistungsbereich reicht ihm zufolge von 20 bis 200 kW (Spitzenleistung bis zu 400 kW) und decke mit unterschiedlichen Baugrößen das komplette Spektrum von kompakten bis schweren Arbeitsmaschinen ab. Zeitersparnisse im Engineering bewirke die in allen Invertern vollständig integrierte Funktionale Sicherheit gemäß ISO 13849. Die elektronisch ansteuerbare Hydraulik-Architektur eOC (electronic Open Circuit) versetzt dem Hersteller zufolge Maschinenhersteller in die Lage, Arbeitsanwendungen und Fahrantriebe in einem offenen Kreislauf dynamisch zu regeln, um das volle Potenzial der mobilen Maschine auszuschöpfen. Durch die Übertragung von Regelungsfunktionen in die Software würden die Arbeitsmaschinen noch vielseitiger und flexibler einsetzbar und bei gesenktem Energieverbrauch noch produktiver.

Im Bereich Automation stellte Bosch Rexroth ein erweitertes Portfolio an fortgeschrittenen Assistenzfunktionen vor und kündigte im Rahmen der weiteren Roadmap als zukunftsfähige Standard-Plattform eine offene und hochperformante, ROS2-kompatible Robotic Control Unit an. Das zur bauma vorgestellte Automations-Portfolio basiert laut Entwickler auf dem erweiterten BODAS Baukasten für Hardware, Software und Telematik.

Als Ausgangsbasis dienen demnach die einfach integrierbaren BODAS AS Software-Module, allen voran die einsatzbereiten ASRun Bausteine für Rexroth Steuergeräte (RC). Diese lassen sich durch Parametrierung anpassen und over-the-Air (OTA) in Betrieb nehmen.

Innerhalb des BODAS Connect Ecosystems für Telematik-Anwendungen stellte Bosch Rexroth eine Reihe von OTA-Diensten vor. Für eine lückenlose Maschinenverfügbarkeit lassen sich damit Steuergeräte von Bosch Rexroth, und künftig auch Controller von Drittherstellern, massentauglich fernaktualisieren. Als sicheres Bindeglied zwischen Cloud und Fahrzeug fungiere die Rexroth Connectivity Unit RCU. Die prozessorbasierte Telematik-Einheit bilde zugleich die Connectivity-Basis für einen großserienerprobten Device-Management-Baustein sowie die Ende-zu-Ende-Lösung BODAS Connect All-in-One Connectivity inklusive Datenmanagement.

Das ebenfalls vorgestellte HMI-Konzept zur intuitiven Nutzung von Assistenzfunktionen und teilautomatisierten Prozessen umfasst nach Angaben des Herstellers ergonomische Sense + Joysticks mit mehrdimensionalem optischen und haptischen Feedback sowie hochauflösende, kontrastreiche und handschuh-bedientaugliche BODAS Displays mit einfach erfassbaren Visualisierungen.

Last but not least stellte Bosch Rexroth auf der bauma eine disruptive Neuerung im Bereich Software vor. Hersteller von Off-Highway-Fahrzeugen erhalten freien Zugang zum kompletten Standard-Portfolio an BODAS Software für die Steuerung mobiler Arbeitsmaschinen, gibt das Unternehmen bekannt. Über die digitale myBODAS-Plattform können OEMs kostenfrei validierte Softwarepakete für vielfältige Anwendungen herunterladen, um sie zu testen und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Erst bei Nutzung der Software in der Serienherstellung erfolge die Abrechnung über ein Bezahlmodell mit Credits.

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