Liebherr

Sicherheit wird groß geschrieben

Mit der Dachkamera können Maschinenführer den Frontraum überwachen und mit ihrer Hilfe Personen oder Objekte sehen, die sonst durch das Anbauwerkzeug verdeckt sind.Foto: Liebherr

Bischofshofen/Österreich (ABZ). – Auf der bauma präsentiert Liebherr ein großes Angebot an intelligenten Assistenzsystemen für ausgewählte Radlader der Firmengruppe. Dazu gehören etwa die aktive Personenerkennung heckseitig, die Frontraumüberwachung und das Kamerasystem Skyview 360°. Diese Lösungen erhöhten die Sicherheit und entlasteten den Maschinenführer, der in der täglichen Arbeit mit einem Radlader große Verantwortung trägt. Ein weiteres Assistenzsystem ist die neue Wiegeeinrichtung. Sie arbeitet als Kontrollwaage über einen großen Hubbereich. Sämtliche Systeme sind von Liebherr entwickelt und vollumfänglich in die Maschinensteuerung integriert. Das gilt auch für die neue Joysticklenkung für die Modelle L 526 bis L 586 XPower. Mit ihrer intuitiven Bedienung könne der Maschinenführer präzise und ermüdungsfrei lenken, da die Position des Joysticks immer dem aktuellen Knickwinkel des Radladers entspreche.

Vom Compactlader L 506 bis zum größten Modell L 586 XPower zeigt Liebherr auf der Messe Radlader aus allen Größenklassen. Darunter befinden sich drei leistungsverzweigt angetriebene XPower-Großradlader mit unterschiedlichsten Assistenzsystemen: Ein L 550 XPower, der mehrmals täglich in einer Live-Show am Liebherr-Stand mehrere neue Assistenzsysteme vorführt, ein L 580 XPower, der mit Assistenzsystemen und einer 13 m³ Hochkippschaufel für industrielle Einsätze vorbereitet ist, und ein mehr als 32 t schwerer L 586 XPower mit neuer Joysticklenkung und lenkradloser Fahrerkabine.

Die neue Joysticklenkung für die Radlader L 526 bis L 586 XPower ist ein optionales Lenksystem. Mit ihr könne der Maschinenführer komfortabel mit einer Hand lenken. So könne er entspannter arbeiten und spare Kraft, vor allem bei Einsätzen mit vielen Lenkmanövern, so Liebherr. Kurze Bewegungen am ergonomisch geformten Joystick ersetzen das intensive Kurbeln am Lenkrad. Dabei liegt der linke Arm auf der Armlehne. Auch beim Richtungswechsel bleibt die linke Hand am Joystick, denn mit einem Schalter am Bedienelement lässt sich die Fahrtrichtung wechseln.

Die Radlader ließen sich mit dem neuem Joystick auch bei hohen Geschwindigkeiten und bei schwierigen Geländegegebenheiten sicher und komfortabel lenken, so Liebherr. Gemeinsam mit der Kraftrückmeldung am Joystick setze die neue Lenkung damit Maßstäbe in Sachen Benutzerfreundlichkeit. In Kombination mit der Joysticklenkung steht bei den Modellen L 566 XPower bis L 586 XPower die Fahrerkabine ohne Lenkrad und Lenksäule zur Verfügung. Die geräumige Kabine der XPower-Radlader bietet dem Maschinenführer in der lenkradlosen Ausführung noch mehr Platz und eine bessere Sicht auf die Arbeitsausrüstung.

Zum umfangreichen Angebot an Assistenzsystemen gehört eine von Liebherr entwickelte neue Wiegeeinrichtung für die XPower-Großradlader. Die Kontrollwaage, arbeite automatisch und liefere dem Maschinenführer Informationen zum Ladevorgang. Sie unterstütze ihn dabei, Lkw oder Dumper präzise mit der richtigen Menge an Material zu befüllen und Überladungen zu vermeiden. Dabei sei von Vorteil, dass sich je nach Einsatz der "ideale Wiegebereich" automatisch einstelle und die Wiegung während des regulären Ladespiels erfolgt, so das Unternehmen. Das bedeutet, der Maschinenführer muss für eine korrekte Wiegung des Schaufelinhalts keine spezielle Hubhöhe erreichen.

Eine Besonderheit bei der neuen Liebherr-Wiegeeinrichtung für Radlader ist der Truck Payload Assist. Dieses System könne beim Materialumschlag mit einem Radlader in mehrerer Hinsicht unterstützen, so Liebherr. Z. B. kann der Maschinenführer ein gewünschtes Zielgewicht am Display eingeben. Daraus errechnet der Truck Payload Assist das ideale Gewicht pro zu verladender Schaufel und die erforderliche Anzahl an Ladevorgängen. Das Ergebnis sei eine gleichmäßige, zielgenaue und maschinenschonende Beladung von Lkw oder Dumpern und somit mehr Produktivität.

Das zeitraubende, aber oftmals nötige Einschütteln oder Rückwiegen von Schüttgut bei der letzten Schaufel entfalle. Der Maschinenführer kann sämtliche Wiegedaten sowie die Vorschläge des Truck Payload Assist in Echtzeit am Display erfassen. Dabei hilft ihm ein Farbkonzept, das die Wiegeeinrichtung benutzerfreundlicher macht. Zudem kann der Betreiber seine Wiegedaten über das Liebherr-Datenübertragungssystem LiDAT auswerten, um etwa seinen Produktionsprozess oder die Produktivität seiner Radlader-Flotte zu analysieren. In Industrieeinsätzen arbeiten Liebherr-Radlader beim Umschlagen von leichteren Gütern wie Hackschnitzeln, Papier oder Müll häufig mit großen Anbauwerkzeugen, bspw. mit Hochkippschaufeln.

Weil große Schaufeln zwangsläufig das Sichtfeld des Fahrers behindern, bietet Liebherr für die Radlader L 526 bis L 586 XPower eine Dachkamera zur Frontraumüberwachung. Sie liefert aus einer deutlich erhöhten Perspektive einen Blick über die Schaufel in den vorderen Bereich der Maschine und überträgt das Bild auf ein separates Display in der Fahrerkabine. Mit der Frontraumüberwachung kann der Maschinenführer Personen oder Objekte sehen, die durch das Anbauwerkzeug verdeckt werden. Das mache das Beschleunigen, das Vorwärtsfahren und das Beladen mit großen Schaufeln sicherer.

Das Kamerasystem Skyview 360° ist ein weiteres Assistenzsystem, mit dem der Maschinenführer mögliche Gefahrenquellen erkennt. Vier zusätzliche Kameras erfassen das komplette Maschinenumfeld und geben einen 360°-Blick auf den Nahbereich des Radladers. Das System fügt die Einzelbilder zu einer imaginären Vogelperspektive zusammen und zeigt diese Sicht von oben auf einem weiteren Display in der Kabine. Der Maschinenführer kann mit dieser Perspektive in tote Winkel und gefährliche Zonen schauen, etwa den Knickbereich des Radladers, und so eine mögliche Kollision vermeiden.

Liebherr stellt auf der bauma u. a. auf dem Freigelände aus (FM.812).